Ein wichtiges Auswahlkriterium stellt die Helligkeit des Geräts dar. Zuerst müssen wir festlegen in welchen Bedingungen werden wir den Projektor benutzen.
Bei der Einrichtung eines Heimkinos entscheiden wir uns immer öfter für die Verwendung eines Multimedia-Projektors anstatt eines typischen LCD-Fernsehgerätes. Dabei geht es meistens darum, ein größeres Bild erreichen zu wollen, ohne den Fernseher wechseln zu müssen. Wenn wir uns für den Kauf eines Projektors entscheiden, können wir für ähnlichen Preis ein Bild von 300 Zoll Diagonale erreichen.
Aber wie finden wir uns in dem breiten Angebot von hunderten von Projektoren zurecht?
Die Hauptkriterien, auf die man Acht geben sollte sind:
• Helligkeit
• Auflösung
• Bildformat
• Gewicht
Wenn wir bei der Planung des Kaufes aufgezählte Kriterien berücksichtigen, raten wir die Suche weiter zu beschränken in dem wir noch den Kontrast, die Herstellergarantie und die Lebensdauer der Lampe berücksichtigen.
Helligkeit
Sie wird in ANSI (American National Standards Institute) Lumen gemessen. Je größer die ANSI Lumen-Rate, umso heller wird das Bild des Projektors.
Und wie hell sollte es sein? Bevor wir diese Frage beantworten, müssen wir folgende Aspekte bedenken, die mit der Projektion zusammenhängen:
1. Haben wir Einfluss auf die Lichtstärke im Raum?
Zu Hause wird es empfohlen die Projektoren in komplett verdunkelten Räumen zu benutzen. Nur dann erreichen wir das volle Erlebnis durch das ausgestrahlte Bild. Doch nicht immer haben wir die Möglichkeit die Lichzufuhr zu kontrollieren um den Effekt der vollen Verdunkelung des Raumes zu erreichen.
Merke! Das Prinzip ist einfach – je mehr Licht im Raum, umso höher muss der Helligkeitsgrad des Projektors sein.
2. Wie viele Personen werden im Raum sein?
Je mehr Personen sich im Raum befinden werden, umso größer sollte das Bild sein. Im Falle eines Projektors besteht darin kein Problem. Meistens reicht es, wenn wir das Gerät weiter von der Leinwand entfernen. Dabei müssen wir Folgendes bedenken: je weiter wir den Projektor platzieren, desto stärker wird das Licht zerstreut und die Helligkeit des Bildes wird kleiner. Merke! Je mehr Personen im Raum, umso größeres Bild und größere Helligkeit des Geräts wird benötigt.
3. Was ist das Ziel der Projektion?
Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass umso heller das Gerät ist, desto besser wird es bei verschiedenen Typen von Projektionen funktionieren. Die genaue Wahrnehmung von allen Details beim Projizieren von Texten, Diagrammen und anderen Dateien vom Computer aus, erfordert ziemlich große Helligkeit. Solche Präsentationen erfordern auch entsprechende Menge an zusätzlichem Licht im Raum um das Notieren und Diskutieren zu ermöglichen. In solchem Fall sollte man einen hellen Projektor wählen.
Um sich Filme oder das Fernsehen in eigenen vier Wänden anschauen zu können, brauchen wir keinen hellen Projektor – meistens besteht die Möglichkeit den Raum zu verdunkeln. Man muss beachten, dass das Einsetzen eines zu hellen Projektors in einem dunklen Raum den Kontrast verkleinert, was sich negativ auf das betrachtete Bild auswirkt.
Wenn wir schon alle oben genannte Aspekte berücksichtigt haben, können wir entscheiden welcher Helligkeitsgrad sich für unser Gerät eignet.
Unter 1000 ANSI Lumen
Die Meisten Projektoren dieser Kategorie sind ausschließlich für den Einsatz in stark verdunkelten Räumen, also für Heimkinos geeignet. Kleiner Helligkeitsgrad ermöglicht einen hohen Kontrast der Bilder, jedoch nur wenn es ganz dunkel im Raum ist.
Zwischen 1000 und 2000 ANSI Lumen
Diese Projektoren werden sowohl im Bildungsbereich (Schulräume, kleine Konferenzsäle), als auch in Heimkinos benutzt. Helligkeit von 1500-2000 ANSI Lumen erfordert keine komplette Verdunkelung des Raumes. Somit kann das Gerät tagsüber z.B. fürs Fernsehen dienen.
Zwischen 2000 und 3000 ANSI Lumen
Geräte aus diesem Bereich sind für große Konferenzsäle, größere Schulräume sowie fürs mobiles Nutzen geeignet - wenn wir uns nie sicher sein können wie dunkel oder wie hell die Präsentationsräume sein werden. Solche Geräte werden meistens in der Bildung und im Businessbereich benutzt.
Über 3000 ANSI Lumen
Projektoren über 3000 ANSI Lumen sind für Aulen, Kirchen oder Konzertsäle geeignet. Sie werden immer dort eingesetzt, wo man ein sehr großes Bild erreichen möchte und wo man mit starken Licht zu tun hat.
Bildauflösung
Sowohl in Computermonitoren, als auch in Projektoren wird sie in Pixel gemessen, die sich auf das Bild zusammensetzen. Die beispielswiese noch vor kurzem sehr populäre 800 x 600 Auflösung bedeutet, dass unser Bild aus 800 Pixelkolumnen und 600 Reihen, also insgesamt aus 480 000 Pixel besteht.
Je größer die Pixelzahl, desto größer die Bildauflösung. Somit ist das Bild schärfer und detailreicher.
Wenn wir die Bildauflösung verschiedener Projektoren miteinander vergleichen, ist die native Auflösung am wichtigsten, d.h. die Auflösung, die tatsächlich im Gerät vorhanden ist und die, der physikalischen Auflösung entspricht.
Wir wissen bereits welche die populärsten Bildauflösungen sind, doch welche von ihnen ist für uns optimal?
Am besten ist es, wenn der von uns gewählte Projektor die gleiche native Auflösung hat, wie die von uns am öftesten benutzte Auflösung in unserem Quellgerät.
• Wenn wir den Projektor hauptsächlich für Applikationen wie Powerpoint beutzen, reicht uns die Grundauflösung SVGA oder XGA.
• Wenn wir meistens Tabellen oder etwas detailreichere Bilder projizieren, sollten wir uns mit einem Gerät mit minimum XGA-Auflösung ausstatten.
• Wenn wir sehr detaillierte Bilder (z.B. technische Zeichnungen, Fotos in hoher Qualität) projizieren wollen, sollten wir die Auflösungen SXGA oder UXGA wählen.
• Wenn das Gerät hauptsächlich für das Heimkino benutzt wird, ist es am besten einen HD ready-, Full HD- oder, falls das Budget hoch genug ist, einen 4K Projektor zu wählen.
| Auflösung | Pixelzahl | Bildformat | Beschreibung |
| SVGA | 800x600 480.000 Pixel |
4:3 | Grundauflösung, durch die sich die preisgünstigsten Projektoren kennzeichnen |
| WVGA | 854x480 409.920 Pixel |
16:9 | Grundauflösung für das Heimkino, oft 480p genannt |
| XGA | 1024x768 786.432 Pixel |
4:3 | Momentan meist gewählte Auflösung für Businessgeräte |
| HD2 | 1280x720 921.600 Pixel |
16:9 | Minimale Auflösung um s.g. HD Ready oder 720p Bilder auszustrahlen |
| WXGA | 1280x800 1.024.000 Pixel |
16:10 | Populäre Auflösung, kompatibel mit Notebooks mit panoramischen Displays |
| SXGA+ | 1400x1050 1.470.000 Pixel |
4:3 | Detailreiche Auflösung, die in fortgeschrittenen Applikationen verwendet wird |
| UXGA | 1600x1200 1.920.000 Pixel |
4:3 | Auflösung, die in technischen Plänen oder in medizinischen Applikationen verwendet wird |
| HD | 1920x1080 2.073.600 Pixel |
16:9 | Full HD, also die heutzutage populärste Auflösung für Fernseher und Heimkinoprojektoren |
| 4K |
3840 × 2160 8.294.400 Pixel |
16:9 | Auflösung der Zukunft - Bilder 2 x genauer als Full HD |
Bildformat
DasBildformat ist das Verhältnis der Breite des Bildes zu dessen Höhe. Projektoren arbeiten meistens zusammen mit Businessgeräten im Format 4:3. Für die Verwendung im Heimkino arbeiten sie im Format 16:9. Die Ersten wählen wir vor allem, wenn der Projektor zum Zweck Businesspräsentationen dienen soll, die vom Notebook aus ausgestrahlt werden. 16:9 Format-Projektoren verwenden wir für die Ausstrahlung von Filmen vom Notebook oder DVD/BLURAY Geräten aus.
Dem 16:9-Format ähnelt das immer populäre Format 16:10, das für verschiedene Breitbild-Präsentationen, sowie Ausstrahlungen von Filmen dienen kann. Die meisten Projektoren besitzen im MENU eine Funktion der Formateinstellung und änderung. Wir müssen jedoch beachten, dass wie im Falle der Auflösung, das beste Bildergebnis nur mit den nativen Eigenschaften des Gerätes erreicht werden kann.
Es ist wert zu erwähnen, dass das Gerät trotz der Möglichkeit der Formatanpassung die Bilder immer in seinem nativen Format ausstrahlt.
Das ideale Bildformat hängt von dem Hauptziel der Bildprojektion:
• Wenn das Gerät hauptsächlich für Businesspräsentationen dienen soll - wählen wir das Format 4:3.
• Wenn wir ein Breitbild-Display-Notebook benutzen wollen – wählen wir das Format 16:10.
• Wenn der Projektor das Fernsehgerät ersetzen und Filme sowie das Fernsehbild ausstrahlen soll – wählen wir definitiv das Format 16:9.
Wenn wir schon eine Menge Geld für einen idealen Projektor ausgegeben haben, scheint es verlockend zu sein, an einer Leinwand zu sparen und das Bild z.B. auf der Wand auszustrahlen. Projektionsleinwände wurden so konzipiert, dass sie die beste Qualität aus dem ausgestrahltem Bild herausholen. Im Gegensatz zu einer Wand, reflektiert eine Leinwand das Bild in einer entsprechenden Richtung und absorbiert dabei das Licht nicht. Manche Projektionsleinwände können geradezu das Bild um einiges verfeinern. Wenn wir schon einen Projektor gekauft haben ist es wert zusätzliches Geld für eine Projektionsleinwand zu investieren um die Möglichkeiten unseres Gerätes in vollen Zügen genießen zu können.
Aber welche ist die Richtige für uns?
Leinwandarten:
Dreifuß
Sie sind ideal für die mobile Nutzung und überall dort, wo wir keine Möglichkeit haben die Leinwand fest zu installieren. In der Regel sind das die preisgünstigsten Leinwände und somit die populärsten.
Transportable, ausziehbare Linwände
Sie sind leichter und einfacher aufzubauen als das oben genannte Model, was sie zur besten Lösung für mobile Einsätze macht. Deren Preise sind etwas höher als die der Dreifußleinwänden. Sie sehen dafür professioneller aus und sind viel praktischer.
Rolloleinwände, ausziehbar per Hand
Sie können an der Decke oder an der Wand installiert werden. Die meisten von ihnen kann man verbauen, sodass das Gehäuse nicht zu sehen ist. Es ist jedoch empfehlenswert sich darüber noch vor dem Kauf zu informieren. Diese Leinwände haben einen per Hand bedienbaren Mechanismus zum Ausziehen der Projektionsfläche. Nach der Projektion kann sie zurück ins Gehäuse eingerollt werden. Der Mechanismus ist jedoch leicht zu beschädigen. Dieser Typ von Leinwänden findet seinen Platz meistens in Büros und zu Hause.
Motorleinwände
Sie können ebenfalls an der Decke oder an der Wand angebracht werden. Sie sind teurer als die per Hand bedienbaren Modelle und unterscheiden sich von ihnen mit dem Ausziehmechanismus. Im Gehäuse befindet sich ein elektrischer Motor, der für richtiges Ein- und Ausrollen der Projektionsfläche sorgt. Sehr oft können wir eine optionale Fernbedienung oder leiseren Motor dazu bestellen. Wenn wir eine solche Leinwand zu installieren planen, müssen wir an die richtige Platzierung der Stromquelle und entsprechender Anschlüsse denken.
Motorleinwände, mit Spannvorrichtung
Ein Typ von Motorleinwänden, die seitlich Seile zur zusätzlichen Spannung der Projektionsfläche besitzen. Das Spannsystem schützt die Fläche vor ungewollten Faltung und ist besonders wichtig wenn die Basislänge der Fläche 2 Meter überschreitet. Das sind die teuersten Leinwände, doch wenn wir vorhaben eine große Leinwand zu installieren ist sie ein Muss. Verformte Projektionsfläche verschlechtert deutlich die Qualität des Bildes.
Rahmenleinwände
Hier ist die Projektionsfläche auf einem großen Rahmen gespannt. Es ist die beste Lösung wenn wir über ausreichend viel Platz verfügen, wo die Leinwand fest installiert werden kann und nicht eingerollt werden muss. In der Regel werden solche Leinwände in großen Formaten produziert.
Für Rückprojektion
Eingesetzt, wenn der Projektor hinter der Projektionsfläche platziert werden muss. Solche Leinwände können wir z.B. in Schaufenstern zu sehen bekommen.
Format der Projektionsfläche
Die beste Lösung ist die Anpassung des Formats der Projektionsfläche zum nativen Format des gekauften Projektors, sodass das ausgestrahlte Bild die gesamte Fläche der Leinwand füllt. Mit "natives Format" meinenwir Format in dem der Projektor funktioniert. Die meisten Businessprojektoren strahlen das native Bild im Format 4:3, Heimkinoprojektoren wiederum im Format 16:9 oder 16:10. Das native Format kann man natürlich immer im Menu der Gerätes ändern, doch dann werden zusätzlich schwarze Streifen neben dem eigentlichen Bild angezeigt.
• Format 4:3, eingesetzt hauptsächlich in Businessprojektoren.
• Panorama-Format, eingesetzt hauptsächlich in Heimkinoprojektoren.
Größe der Projektionsfläche
Die Größe des Raumes in dem die Projektion stattfindet und die Lage der Zuschauer sind die wichtigsten Informationen, die wir bei der Wahl der Flächengröße brauchen. Es ist durchaus weniger komfortabel eine deutlich zu große- als eine etwas kleinere Leinwand einzusetzen. Bei einem zu großen Format werden die Zuschauer nämlich gezwungen ihre Köpfe ständig zu bewegen um das gesammte Bild betrachten zu können. Natürlich kann die Leinwand auch nicht zu klein sein, um die Augen der Zuschauer nicht unnötig zu strapazieren.
Die minimale Entfernung aus der wir das ausgestrahlte Bild betrachten sollten, gleicht anderthalb- bis zweifachen Breite der Projektionsfläche. Die maximale Entfernung sollte die sechsfache Breite der Fläche nicht überschreiten.
WICHTIG
Art des Stoffes
Es gibt mehrere Arten des Stoffes, aus dem die Projektionsfläche bestehen kann.
Die meist verwendeten sind:
• BiVision
die preisgünstigste Fläche. Im Gegensatz zu den teureren Flächen eignet sie sich für die Rückprojektion:
Weiße Fläche, 3-lagig; weiße Rückseite, Front- und Rückprojektion.
Beispielhafte Parameter:
Reflektionsgrad : 1.4gain;
Gewicht:600g/m²;
Flächendicke:0,45mm;
Betrachtungswinkel: 100°.
• MattWhite
Die populärste Fläche, hergestellt aus Fieberglass.
Eignet sich ideal für Leinwände, die für Präsentationen verwendet werden. Das ausgestrahlte Bild ist hell und klar. Aufgrund der Helligkeitssteigerung des Bildes ist es die meist gewählte Fläche für 3D-Projektionen.
Weiße Fläche, 3-lagig; schwarze Rückseite.
Beispielhafte Parameter:
Reflektionsgrad:1.0gain;
Gewicht:450g/m².;
Flächendicke: 0,40mm;
Betrachtungswinkel: 150°.
• Grey
Fläche für Heimkinoverwendung, hergestellt aus Fieberglass.
Das ausgestrahlte Bild ist deutlich dunkler als bei den anderen zwei Typen. Grey verbessert den Bildkontrast. Aufgrund des Helligkeitsverlustes wird es selten gewählt für 3D-Projektionen.
Graue Fläche, 3-lagig; schwarze Rückseite.
Beispielhafte Parameter:
Reflektionsgrad: 0.8gain;
Gewicht: 450g/m²;
Flächendicke: 0,40mm;
Betrachtungswinkel: 150°.
Je höher die Gain-Stufe, desto heller ist das Bild.
Gewicht des Projektors
Je fortgeschrittener und stärker der Projektor, desto größer wird sein Gewicht.
• Wenn der Projektor hauptsächlich für mobile Präsentationen dienen soll, ist es besonders wichtig, dass er leicht zu transportieren ist. Sein Gewicht sollte 1-2,5 kg nicht überschreiten.
Dies ist eine besondere Gruppe von Projektoren - es ist also wert den Verkäufer nach dieser Eigenschaft zu fragen.
• Wenn der Projektor vom Prinzip aus nicht transportiert, jedoch okkasionell irgendwo mitgenommen wird, lohnt es sich ein größeres und stärkeres Gerät zu kaufen, dessen Gewicht zwischen 2,5 bis 5 kg liegt.
• Wenn wir den Projektor fest installieren möchten, verliert das Gewicht an jeglicher Bedeutung. Die Belastbarkeit der Halterungen ist so hoch, dass wir uns über diesen Parameter keine Sorgen machen müssen. Stattdessen können wir uns völlig auf diese Merkmale des Projektors konzentrieren, die den Einfluss auf die Bildeigenschaften haben, auf den Preis oder die Lebendigkeit der Lampe.
Wenn es uns gelungen ist auf Basis von bereits dargestellten Informationen unser Wunschgerät zu präzisieren, können wir anhand von weiteren, weniger wichtigen, doch sich auf das Bild auswirkenden Kriterien, unserer Suche den letzten Schliff verpassen.
Technologie
Es gibt zwei Typen von Multimediaprojektor-Technologien – LCD und DLP. Beide können für jeden Verwendungszweck eingesetzt werden und erreichen dabei gute Ergebnisse. Jedoch werden DLP-Projektoren meistens für Video-Präsentationen verwendet, weil ihre Bilder sehr fließend und fein sind. LCD-Projektoren leuchten viel heller – der Kontrast ist kleiner und die Bilder ein wenig schärfer. Die Projektoren eignen sich sehr gut für detailreiche Präsentation. Wert ist es zusätzlich solche Technologie wie SXRD in Betracht zu nehmen. SXRD (Silicon X-tal Reflective Display) ist eine fortgeschrittene Technologie für Heimkinoprojektoren, die spezielle Mikrostrahler verwenden um ein detailreicheres und klares Bild zu erzeugen. SXRD Paneele bieten eine sehr kleine Reaktionszeit, die ideal für Filme und Videospiele ist. Es ist die selbe Technologie, die in den digitalen Kinoprojektoren der Marke Sony verwendet wird: VPL-HW55ES und VPL-VW500ES (beide bei Beamer.pro erhältlich).
Kontrastverhältnis
Das Kontrastverhältnis bestimmt den Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt im Bild. Je höher das Verhältnis, desto größer die Farbtiefe und die Sättigung des schwarzen Farbtons im Bild. Je größer der Kontrast, desto besseres Bild erreichen wir – besonders im nicht verdunkeltem Raum.
Ein- Und Ausgänge
Wenn wir vorhaben, mehrere Eingangssignale zu benutzen (z.B. Computer und zusätzlich BLU-RAY-/DVD-Player), empfiehlt es sich ein Gerät mit mehr als einem Anschluss für Signaleingang zu wählen. In heutigen Projektoren ist es mittlerweile sehr populär 2 HDMI und zusätzlich einen D-SUB Eingang einzusetzen.
Garantie
Jeder Hersteller pflegt in der Regel andere Garantiepolitik. Üblicherweise wird eine Garantie von 24 Monaten angeboten, doch manche Hersteller bieten auch 36-Monate-Garantie. Man sollte ebenfalls auf die Lampengarantie achten. Meistens gleicht ihre Länge nicht der des Gerätes, wobei die Lampe ein Element ist, das am öftesten kaputt geht. Ein wesentliches Element einer Garantie ist eine Door-To-Door Option, was bedeutet, dass der Hersteller im Falle eines Defekts einen Kurier zu uns schickt, der das Gerät zur Reparatur abholt.
Lebensdauer der Lampe und Preis
Je nach Art der Verwendung des Projektors muss die Lampe alle paar Monate oder Jahre gewechselt werden. Langsam wird es zum Standard, dass die Lampen im Stande sind 5000 Stunden zu leuchten. Auf dem Markt sind jedoch auch solche Geräte, deren Lampen eine deutlich kürzere Lebensdauer aufweisen. Die Lampen allein sind ziemlich teuer, es lohnt sich also bei dem Kauf eines Projektors auf die Lebensdauer und den Preis der Lampe zu achten.
Betriebslautstärke
Alle Geräusche werden in der Regel von den Ventilatoren und Kühlsystemen des Projektors generiert. Die meisten Geräte sind nicht lauter als ein herkömmlicher PC-Computer. Manche emittieren sogar Geräusche, die nicht lauter als 25dB sind. Es ist ein wichtiger Faktor wenn der Projektor fürs Heimkino benutzt wird, denn die Geräusche können auf Dauer ablenken und einfach lästig sein.
Laufzeit
Meistens müssen Projektoren trotz ihrer großen Helligkeit nicht auf Hochtouren arbeiten. Je nachdem wie dunkel der Projektionsraum ist, empfiehlt es sich den Eco-Modus zu benutzen. Es steigert deutlich die Effizienz des Projektors und die Lebensdauer der Lampe.
Trapezkorrektur keystone und Lens Shift
Man kann ohne Bedenken sagen, dass jeder Projektor über die digitale Bildkorrektur Keystone verfügt. Solche Korrektur hat ihre Vor- und Nachteile. Der Vorteil besteht darin, dass wir den Projektor im beliebigen Neigungswinkel befestigen und je nach seiner Lage das Bild justieren können. Zu den Nachteilen zählt die Art, in der die „Verbesserung” des Bildes zustande kommt. Die Keystone-Korrektur arbeitet im Live-Modus, d.h., dass jedes Einzelbild digital verarbeitet und skaliert wird. Dies hat einen negativen Einfluss auf die Qualität des projizierten Bildes, vor allem bei Full-HD Projektoren. In professionelleren Projektoren wird sog. Lens Shift eingesetzt.
Lens Shift ist eine physische Objektivverschiebung (z.B. vertikal und horizontal oder nur vertikal). Dank dieser Funktion muss man den Projektor nicht in der Hälfte der Leinwandbreite montieren. Wir können ihn z.B. einfach auf den Tisch oder auf dem Boden hinlegen. Es reicht die Lens Shift richtig einzustellen. Wenn der Projektor über die Lens Shift-Option verfügt, können wir das projizierte Bild beispielswiese um 30 cm nach oben und um 20 cm seitlich zu verstellen ohne jegliche Verluste an der Bildqualität.
Optischer Zoom
Je größer das Zoom-Verhältnis, desto mehr Spielraum haben wir bezüglich des Projektionsabstandes. Wenn das Zoomverhältnis x2.0 ist, bedeutet dies, dass wir aus einer Entfernung von 1,5m und 3m ein Bild der selben Größe erreichen können. Optischer Zoom hat keinen Einfluss auf die Bildqualität. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass durch größere Entfernung weniger Licht die Projektionsfläche erreicht. Somit ist das Bild dunkler. Wir sollten den Projektor möglichst nah positionieren und eventuelle Korrekturen mit Hilfe von Geräteinstellungen vornehmen.
USB-Schnittstelle
Viele Projektoren haben USB-Schnittstellen Typ A und B. Typ B dient meistens dem Anschluss eines Visualisierers. In manchen Fällen besteht auch die Möglichkeit ein Signal über ein USB-Kabel zu senden. Die Kapazität solches Anschlusses erlaubt keine flüssige Bildtransmission bei Videos aber eignet sich ideal für Ausstrahlung statischer Präsentationen wie Power Point oder Excel. In solchem Fall verlieren wir nicht an der Bildqualität. USB-Schnittstelle Typ A ist für mobile Personen sehr nützlich. Sie hat zwei Haupteigenschaften – meistens dient sie als USB-Reader also für das Lesen verschiedener Dateien von mobilen Speichergeräten wie USB-Sticks oder externe Festplatten. Im Endeffekt können wir ohne das Notebook anzuschließen, einfache Präsentationen direkt vom USB-Stick projizieren. Die wichtigsten unterstützten Formate sind .jpg, und .bmp. Es sind meistens die einzigen Dateiformate, die direkt vom USB-Stick aufgerufen werden können. Videodateien werden meistens von PICO-Projektoren (kleinen, mit LED) unterstützt. In vereinzelten Fällen unterstützen Projektoren Dateien im OFFICE Format – dies ist in der Spezifikation des Gerätes nachzulesen. USB-Schnittstelle Typ A kann auch für den Anschluss eines entsprechendes Wi-Fi Modules dienen, der kabelloses Präsentieren ermöglicht. Die Kapazität dieses Anschlusses ist ähnlich wie der Transfer durch den USB B-Typ – statische Präsentationen funktionieren einwandfrei ohne Qualitätsverlustes. Mit Videodateien wird es hingegen Probleme geben weil der Dateitransfer zu klein ist. Jeder Hersteller bietet eigene Wi-Fi Module – es gibt keine universellen Geräte.
Schnelles Kühlen und Aufrechterhaltung der Spannungsversorgung
Vereinzelte Modelle haben eine Funktion der schnellen Kühlung der Lampe. Nicht jeder Präsentierende wartet bis das System des Projektors abkühlt, sodass direkt nach der Präsentation alle Kabeln, darin das Stromkabel, entfernt werden können. Ohne die Lampe abzukühlen wird der Projektor nach und nach an seiner Effizienz und Lebensdauer verlieren. Spannungsverlust im Gerät das keine Funktion der schnellen Abkühlung besitzt, kann zum Defekt der Lampe führen. Dies unterliegt keiner Garantie! Vor dem Kauf eines Projektors empfiehlt es sich ebenfalls zu prüfen, ob mit dem Gerät eine Tasche und Fernbedienung mitgeliefert wird und ob es eine eingebaute Linsenblende hat.